Geschrieben,  Nachhaltigkeit

Der Klimaschutz und ich: Freunde fürs Leben

Klimaschutz geht alle an.

Ständig hört man vom Klimaschutz. Und das ist gut so. Auch wenn es noch nicht bei allen Politikern der Welt angekommen ist: Klimaschutz ist wichtig, und Klimaschutz hat Eile. Obwohl ein paar Einzelne leugnen oder nicht wahrhaben wollen, dass auch sie ihren Beitrag leisten müssen, ist der Anfang gemacht.

Immer mehr Menschen engagieren sich für ein klimaneutrales Leben und handeln in einzelnen Bereichen verantwortungsvoll. Ich habe hier ein paar Tipps zusammengetragen, wie man klimafreundlicher leben kann. Denn in den Bereichen Wohnen, Mobilität, Konsum und Ernährung entstehen besonders viele Treibhausgase. Dementsprechend können hier also auch besonders viele Emissionen vermieden werden.

Wohnen: So spart man Energie

Wer beim Strom oder dem Öl für die Heizung spart, vermeidet nicht nur den Ausstoß von CO2 (Kohlenstoffdioxid), sondern reduziert auch die Stromrechnung. Tipps, wie Sparlampen und energiesparende Geräte verwenden, Heizung um wenige Grade herunterdrehen oder Kochen mit Deckel, sind nicht neu, aber effektiv; ebenso, ob das Wohnhaus ausreichend gedämmt ist und wie die Wohnräume belüftet werden. Genügt auch eine kleinere Wohnfläche? Oft hat man zu Hause mehr Zimmer als bewohnt werden. Diese müssen auch beheizt werden.

Mobilität: Fernreisen und Autofahrten

Ebenfalls gut für den Geldbeutel, die Gesundheit und das Klima ist es, kurze Strecken mit dem Rad oder zu Fuß zurückzulegen. Für längere Strecken bietet sich die Fahrt mit der Bahn, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Carsharing an. Wer dennoch nicht auf das Auto verzichten kann, der kann über Fahrgemeinschaften oder ein Auto, das weniger Kraftstoff verbraucht, nachdenken. Eine wichtige Stellschraube des CO2-Ausstoßes sind Fern- und Flugreisen.

Konsum: nachhaltig einkaufen

Nachhaltig einkaufen bedeutet vor allem auch, darauf zu achten, dass man ökologisch und sozial unbedenkliche Produkte kauft. Bei der Produktion sollten möglichst wenige und nur erneuerbare natürliche Ressourcen verbraucht werden. Auf giftige und Umwelt schädliche Stoffe besser verzichten. Dinge zu reparieren oder aus zweiter Hand zu kaufen, bieten ebenfalls Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Für mich war auch neu (weil ich mir darüber bisher keine Gedanken gemacht hatte), dass wesentlich mehr Kohlenstoffdioxid verbraucht wird, wenn ich mit dem Auto zu einem Geschäft fahre, um etwas zu besorgen, anstatt es mir durch einen Paketdienst liefern zu lassen. Zum Glück mache ich meistens auch noch andere Besorgungen, wenn ich mal unterwegs bin. Das verbessert den CO2-Austoß der einzelnen Artikel.

Klimaschutz: Saisonales Gemüse aus der Region kaufen.

Ernährung: vegan oder biologisch?

Tierische Produkte wie Fleisch, Käse oder Butter sind – im Gegensatz zu Obst und Gemüse – mit besonders hohen Emissionen verbunden. Mit Bioprodukten lassen sich außerdem knapp 20 Prozent der CO2-Emissionen einsparen. Am besten ist es, das Grünzeug dann zu kaufen (zu Fuß bzw. mit dem Rad) wenn es in der Region wächst.

Ernüchternde Wahrheit: Mehrere Tonnen CO2 jährlich

Es ist toll, dass immer mehr Menschen versuchen, zum Klimaschutz beizutragen und ihre CO2-Bilanz zu reduzieren. Auf der Internetseite des Umweltbundesamts kann man nachlesen, dass im Durchschnitt 21 Prozent der Treibhausgasemissionen auf den Bereich Heizen und Strom entfallen. Ebenso viele macht Mobilität aus. Der Bereich Ernährung beläuft sich auf 15 Prozent auf Ernährung. Der restliche Konsum schlägt mit 37 Prozent zu Buche, die öffentliche Verwaltung mit sechs Prozent.

Doch gleich vorweg: So sehr man sich auch bemüht, man stößt trotzdem jedes Jahr mehrere Tonnen CO2 aus; selbst wenn man kein Fleisch isst, kein Auto fährt, nicht fliegt und keine anderen fossilen Brennstoffe verbraucht. Selbst Veganer nutzen Kohlenstoffdioxid. Für Strom, Transport und Wärme müssen immer noch fossile Brennstoffe herhalten.

Trotzdem kann man mehr CO2 einsparen als ausstoßen: in dem man an anderer Stelle hilft, etwa in Projekte investiert, die das Klima schützen. Beispiele und Organisationen gibt es viele, bei denen man diese Kompensationen durchführen kann.

Ausgewählte Beispiele: Kompensation von CO2

Klimaschutz: zum Wohl der nachfolgenden Generationen.
  • Klima ohne Grenzen
    Unterstützung konkreter Projekte (z.B. effiziente Kochöfen für Familien in Mali und Uganda, Filter für sauberes Trinkwasser in Ostafrika, sauberes Trinkwasser in Kenia, Kochen mit Biogas in Vietnam, Strom aus Wasserkraft für ein Krankenhaus in Tansania).
  • Internet-Suchmaschine ecosia
    Wer im World wide web mit ecosia sucht, der hilft, Bäume zu pflanzen. Nach eigenen Angaben werden die Server zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien betrieben. Die gepflanzten Bäume entziehen der Atmosphäre mit jeder Suche 1 Kilogramm CO2.
  • Klimabewusst fliegen mit atmosfair
    Bei atmosfair kann man ausrechnen, wie viel CO2 man bei einem Flug verursacht hat und als Ausgleich für Klimaschutzprojekte (z.B. Garsystem für eine Familie in Nigeria oder Ruanda, Reparatur einer durch ein Erdbeben in Nepal beschädigten Haushalts-Biogasanlage, Schulstunde Klimabildung in Deutschland, Ankauf von 50 Tonnen Senfernteresten von Kleinbauern in Indien).
  • Kompensationsfonds der Kirchen: Klima-Kollekte
    Die Klima-Kollekte ist ein kirchlicher Kompensationsfonds, in dem man seinen CO2-Ausstoß in verschiedenen Bereichen messen kann. Mobilität, Haushalt oder Arbeitsplatz und sind hier ebenso überprüfbar, wie Veranstaltungen. Kompensiert werden kann dies auch mit Spenden an verschiedene Projekte (z.B. energieeffiziente Kochstellen in verschiedenen Ländern, Solarlampen in Indien oder Photovoltaik in Myanmar).
  • Bäume pflanzen mit Primaklima
    Seit fast 30 Jahren setzt sich Primaklima für den Erhalt und die Mehrung von Wäldern ein. So konnten nach eigenen Angaben bisher über 14 Millionen Bäume gepflanzt werden. Ein Projekt läuft derzeit in Nicaragua. Wer möchte, kann die Pflanzung eines oder mehrerer Bäume als Patenschaft verschenken, zum Beispiel zur Taufe.

Ich freue mich über deine Anregungen. Schreibe einfach einen Kommentar oder eine Nachricht an mich.

Weitere Infos zum Thema

Das gibt es bei mir zum Klimaschutz zu lesen

Fotos: Energieagentur NRW/Marco Verch/Tim Reckmann
Video: Infostelle Klimagerechtigkeit

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