In eigener Sache,  Nachhaltigkeit

Entschleunigen – der Weg ist das Ziel

Mit dem Rad dem Sonnenuntergang entgegen gelingt das Entschleunigen ganz gut.
Fotos: Dorothea Fischer

Von Zeit zu Zeit tut es gut, einfach mal zu entschleunigen, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, den Kopf frei zu bekommen und neue Energien aufzutanken. Ich jedenfalls brauche diese Pausen. Anstatt mit Schiff, Bahn oder Auto weit weg zu fahren, habe ich mir jetzt mein Rad geschnappt und bin von zu Hause aus aufgebrochen. So konnte ich sogar noch den Schutz der Umwelt mit persönlichen Aspekten einer gelungenen Reise verbinden.

Ich muss zugeben: Viele Jahre war ich nicht mehr mehrere Tage am Stück auf zwei Rädern unterwegs – vielleicht, weil ich dazu als Kind zu oft gezwungen wurde und sich die Begeisterung der Eltern für das Radfahren nicht übertragen hatte. Mittlerweile sehe ich das anders. Und ich stehe jetzt ebenfalls vor dem Problem, meinen Kindern Radtouren schmackhaft zu machen.

Selbst das Tempo bestimmen

Jetzt war ich alleine unterwegs. Und ich habe mal wieder festgestellt, wie schön es doch eigentlich ist, das Tempo selbst zu bestimmen, anstatt sich einem Zeitdruck auszusetzen. In einer Zeit, in der die Attribute höher, schneller und weiter maßgebend sind, tut dieses Entschleunigen richtig gut.

Der Klingelton des Handys war auf meiner Radreise ausgeschaltet. Keine App hat die Radstrecke getrackt oder den Puls gemessen. Stattdessen habe ich die Natur um mich herum genossen, frische Luft getankt. Wenn ich zum Handy gegriffen habe, dann nur, um zu fotografieren. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich und einfach wunderschön.

Es war für mich spannend, Orte zu erradeln, deren Namen ich sonst nur auf Karten oder Straßenschildern liest. Einige wenige Dörfer kannte ich allenfalls von kurzen Blicken aus dem Autofenster während der Durchfahrt

Ein belegtes Brot und ein Schluck aus der Wasserflasche schmecken gleich viel besser, wenn man durchgeschwitzt mit Muskelkater und Sonnenbrand im Gras unterhalb der Weinberge sitzt, das Rad neben sich, den Blick in die Ferne gerichtet ;-).

Tipps im Netz: Radeln und Urlaub

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